Wie alles begann
oder vom Küchenbuffet zur Autokarosse
Bereits vor dem 2. Weltkrieg existierte in Klosterfelde (bei Wandlitz) das größte Küchenmöbelwerk Europas. Da in den 40er bis 60er Jahren Küchenmöbel mit lackierten Fronten produziert wurden, gab es einen großen Bedarf an Spachtel- und Lackierarbeiten. So entdeckte mein Großvater Georg Wartenberg eine großartige Möglichkeit im Jahr 1952 seine eigene Firma, die Lackiererei Wartenberg, zu gründen. Hauptsächlich wurden Möbel- und Küchenlackierungen durchgeführt. Es wurden Musterküchen für Ausstellungen lackiert. Insbesondere Linierarbeiten (dünne, feine Linien auf den Fronten) waren zu dieser Zeit total „in“. Auch andere Materialien und Flächen lassen sich durch Farben und Lacke verschönern und die tägliche Arbeit im Familienbetrieb entwickelte sich in Richtung Fahrzeuglackierung weiter, die in den sechziger Jahren fester Bestandteil des Angebots wurde.
Das inzwischen sehr vielseitige Geschäftsfeld bot bis zu 8 Mitarbeitern (Meistern, Facharbeitern und Lehrlingen) einen interessanten und krisensicheren Arbeitsplatz.Wie jede andere Branche, unterlag auch die Möbelproduktion einem größeren Wandel, so wurden Möbel in den siebziger Jahren nicht mehr lackiert sondern industriell mit Melaminharz beschichtet oder Folien versehen – die Mode verlangte nach neuen Farben, Formen und Materialien. Deswegen verschwand die Möbellackierung so nach und nach aus dem täglichen Geschäft. Mangel an Arbeit gab es dennoch nicht. Viele werden sich heute noch erinnern können, dass es in der damaligen DDR sehr viel weniger Autos gab als heutzutage. Die Möglichkeiten, sich einfach ein neues Auto zu kaufen, waren begrenzt. Die Wartezeit nach der „Anmeldung“ betrug gut und gerne 10-12 Jahre. Also wurde das, was man hatte gehegt und gepflegt und Termine für Ganz- oder Reparaturlackierungen wurden nicht selten für mehr als ein Jahr im Voraus vergeben. Mein Vater Klaus-Dieter Wartenberg führte in den 80-iger Jahren die Familientradition als Maler- und Lackierer Meister fort.
Sind Ihnen diese Modelle noch ein Begriff? Trabant, Wartburg, Lada, B 1000 (sprich: betausend) und Importfahrzeuge verließen frisch lackiert, poliert und glänzend den Hof. Für den Autobauer Sachsenring war die Autolackiererei Wartenberg Garantiepartner für Gewährleistungsarbeiten. Den grundlegendsten Wandel erlebte der Betrieb sicherlich 1989. Mit der Wende waren Autos plötzlich keine Mangelware mehr und nicht nur die Modellvielfalt sondern auch die Farb- und Materialauswahl kannte kaum noch Grenzen. Es war an der Zeit, die Farbpalette bis dahin bestehend aus „Atlasweiß“, „Papyrusgrau und diversen anderen langweiligen Farben, um z.B. Metallic-Lacke oder auch fetzige Rottöne zu ergänzen. Der Anteil an Trabants würde in absehbarer Zeit ganz schön sinken…
Als Partner in Sachen Farbe entschieden wir uns für die Firma Glasurit Autolacke. Ein kompetenter Partner mit modernster Produktpalette und innovativen Ideen, die Ihnen als unser Kunde zugute kommen. Seit 2004 führe ich (Thomas Wartenberg) das Familien-Unternehmen in dritter Generation weiter. Neben der täglichen Arbeit im Unternehmen engagiere ich mich in der Maler- und Lackiererausbildung. Seit 2006 bin ich als Dozent in der Meisterausbildung tätig und Mitglied des Meisterprüfungsausschusses. 2008 wurde ich zum Vorstandsmitglied der Maler- und Lackiererinnung und Leiter der Fachgruppe Fahrzeuglackierung von Berlin-Brandenburg gewählt und bin somit auch Mitglied der Bundesfachgruppe Fahrzeuglackierung. Auf Grund dieser Aufgaben, bin ich stets mit den neuesten Entwicklungen in der Branche in Berührung. Nutzen Sie die Kompetenz eines anerkannten Meisterbetriebes.


